Chrysler Voyager - Der Dickschiff-Klassiker
 Der Chrysler Voyager hat das Segment der Mini-Vans oder generell der familientauglichen Vans, wie man sie heute in der ganzen Welt kennt, überhaupt erst definiert. Abgeleitet von einem Kleinlieferwagen amerikanischen Zuschnitts, mit familientauglichem Gestühl und netterer Innenraum-Atmosphäre versehen, löste er einen Boom aus, der bis heute ungebrochen ist. Dieser Boom startete in den 80er Jahren in Amerika, schwappte zu uns herüber und lässt heute bei vielen jungen Familien die Frage aufkommen, wie man damals eigentlich nur mit dem Käfer in den Urlaub gefahren ist.
Ärger machen bei älteren Voyagern gerne mal die Automatik-Getriebe. Das wird dann sehr schnell sehr teuer – was auch erklärt, warum man häufig Voyager in Autobörsen findet, die mit „kleinem Getriebeschaden“ für einen Spotpreis verschleudert werden. Das sind Panikverkäufe nach dem ersten Kostenvoranschlag.
Wer einen Chrysler Voyager kauft, sollte auf Landstrassen auch nicht zu den eiligen Menschen gehören: der Wagen verrät hier eher Highway-Zuschnitt und erweist sich als ziemlich unhandlich.
Ein guter Freund an der Tankstelle schadet auch nicht...
Abhilfe schaffen hier erst seit kurzer Zeit die Diesel von Mercedes. Die beste Motorisierung ist der 2.4er Benzinmotor, der nicht zu viel verbraucht, dennoch ausreichend Kraft bietet – der 3.3 Liter V6 ist im Alltag kaum schneller, jedoch kaum unter 14 Litern zu bewegen. Normalbenzin zwar immerhin, aber eben zuviel davon für die durchschnittliche Familienkasse.
 Der Trumpf des Chrysler ist sein Preis – moderne Vans wie etwa der VW Touran sind entschieden kleiner aber kaum billiger – gebraucht erst recht nicht.
Das gilt mittlerweile vor allem für das alte eckige Modell, das –bis auf die Bremsseile der Automatik – wirklich besser als sein Ruf ist und eben einen unfassbaren Raum mit sich bringt.
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